Patientenverfügung
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Ohne Vorsorgevollmacht bestellt das Betreuungsgericht eine rechtliche Betreuung — auch wenn erwachsene Kinder da sind. Was die Vollmacht regelt, welche Form sie braucht und was das Ehegattennotvertretungsrecht seit 2023 ändert.
Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmen Sie, wer für Sie handeln darf, wenn Sie es selbst nicht mehr können. Ohne sie darf das niemand automatisch — auch Ehepartner und erwachsene Kinder nicht. Dann bestellt das Betreuungsgericht eine rechtliche Betreuung, und wer das wird, entscheidet nicht Ihre Familie.
Das ist der Punkt, an dem die meisten überrascht sind. Die Vorstellung, dass Angehörige im Notfall „schon irgendwie“ entscheiden dürfen, ist verbreitet und falsch. Volljährige Menschen vertreten sich selbst. Können sie das nicht mehr, braucht es entweder eine Vollmacht — oder das Gericht.
Seit dem 1. Januar 2023 gibt es eine einzige Ausnahme: Ehegatten und eingetragene Lebenspartner dürfen sich in Gesundheitsangelegenheiten für längstens sechs Monate gegenseitig vertreten (§ 1358 BGB). Das gilt nur für medizinische Fragen, nicht für Bankgeschäfte, Wohnung oder Verträge — und es endet nach sechs Monaten. Als Ersatz für eine Vollmacht taugt es nicht.
Die Vorsorgevollmacht wirkt dagegen sofort und ohne Gericht. Sie bleibt in Ihrer Hand: Sie bestimmen, wer sie bekommt, wie weit sie reicht und wann sie gelten soll. Widerrufen können Sie sie jederzeit, solange Sie geschäftsfähig sind.
Viele Kreditinstitute verlangen für Kontoverfügungen ihre eigenen Formulare oder eine notariell beglaubigte Unterschrift. Eine allgemeine Vorsorgevollmacht reicht ihnen häufig nicht. Klären Sie das mit Ihrer Bank, solange Sie es selbst können — im Ernstfall ist es zu spät.
Für die meisten Fälle nicht. Schriftform mit Unterschrift genügt. Notarielle Beurkundung ist erforderlich, wenn die Vollmacht Grundstücksgeschäfte, die Aufnahme von Darlehen oder die Führung eines Handelsgewerbes umfassen soll. Eine öffentliche Beglaubigung durch die Betreuungsbehörde ist die günstigere Zwischenstufe.
Die Vorsorgevollmacht vermeidet die Betreuung — sie überträgt die Vertretung direkt an eine Person Ihres Vertrauens. Die Betreuungsverfügung greift erst, wenn es doch zur Betreuung kommt, und sagt dem Gericht, wen es bestellen soll. Viele Menschen machen beides: Vollmacht als Hauptweg, Betreuungsverfügung als Auffanglösung.
Ja, und in vielen Familien ist das sinnvoll. Legen Sie fest, ob die Personen einzeln oder nur gemeinsam handeln dürfen. Einzelvertretung ist im Alltag praktikabler; Gesamtvertretung schützt vor Alleingängen, kann aber im Notfall lähmen.
Die Bundesnotarkammer erhebt dafür eine geringe einmalige Gebühr, gestaffelt nach Art der Meldung. Die Registrierung ist freiwillig; sie sorgt dafür, dass das Betreuungsgericht die Vollmacht findet, bevor es eine Betreuung einrichtet. Den Text der Vollmacht selbst speichert das Register nicht.
Mittelbar ja. Die Vollmacht endet mit dem Tod, wenn nichts anderes vereinbart ist. Soll die bevollmächtigte Person auch danach handeln dürfen — etwa Verträge kündigen oder die Bestattung beauftragen —, muss die Vollmacht ausdrücklich „über den Tod hinaus“ gelten. Das ist ein Satz, der oft fehlt.
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WeiterlesenDas Festhalten Ihrer Wünsche kostet nichts — online wie im Gespräch.
Eine Vorsorge läuft über eine eigenständige Stelle, nie über unser Konto.
Hinter jeder rechtlichen Aussage steht der Paragraf, mit dem sie prüfbar ist.
Eigenständige Häuser, viele seit Generationen — kein Franchise.
Wir gehen das mit Ihnen durch — online, per Video oder bei einem Haus in Ihrer Region. Sie entscheiden, wie weit Sie gehen möchten, und Sie entscheiden es in Ihrem Tempo.
Halten Sie fest, was Ihnen wichtig ist. Das kostet nichts, bindet Sie an nichts und nimmt Ihrer Familie die schwerste Entscheidung ab.