Die gefalteten Hände eines älteren Menschen auf einem Holztisch in einem Wohnzimmer
Der zweite Schritt — freiwillig

Die finanzielle Vorsorge

Bestattungskosten zu Lebzeiten absichern: Treuhandeinlage oder Sterbegeldversicherung im nüchternen Vergleich — Schutz bei Insolvenz, Schonvermögen nach § 90 SGB XII, Wartezeiten und was wirklich passt.

Kurz gesagt

Eine Bestattungsvorsorge legt das Geld für die eigene Bestattung fest. Zwei Wege führen dahin: die Treuhandeinlage als Einmalzahlung und die Sterbegeldversicherung als Monatsbeitrag. Beides ist nach § 90 Abs. 3 SGB XII in angemessener Höhe vor dem Zugriff des Sozialamts geschützt.

Ohne Vorsorge zahlt zunächst die Familie. Nach § 1968 BGB trägt der Erbe die Kosten der Beerdigung — er streckt sie vor und holt sie sich aus dem Nachlass zurück, falls einer da ist. Wer das Erbe ausschlägt, ist von der Zahlung befreit, kann nach Landesrecht aber trotzdem bestattungspflichtig bleiben. Diese Lage entsteht ohne Vorsorge in jedem Todesfall neu.

Das Sterbegeld der gesetzlichen Krankenkassen, das früher einen Teil abgedeckt hat, wurde zum 1. Januar 2004 gestrichen. Wer heute von Sterbegeld spricht, meint eine private Versicherung. Es gibt keine gesetzliche Leistung mehr, auf die man sich verlassen könnte.

Die wichtigste Entscheidung ist nicht die zwischen den Anbietern, sondern die zwischen einmal und monatlich. Alles Weitere folgt daraus — die Gesundheitsprüfung, die Wartezeit, die Gesamtkosten. Deshalb fangen wir im Gespräch mit dieser einen Frage an.

Zahlen Sie nie direkt an ein Bestattungsunternehmen

Geld, das Sie einem Bestattungshaus im Voraus überweisen, ist Teil von dessen Vermögen. Geht das Haus insolvent, ist es weg. Genau deshalb gibt es Treuhandstellen: Sie verwahren das Geld getrennt und zahlen es erst aus, wenn die Leistung erbracht ist. Wir arbeiten ausschließlich so — und raten Ihnen, das auch bei jedem anderen Anbieter zur Bedingung zu machen.

Einmalzahlung

Treuhandeinlage

Absicherung: ab dem ersten Tag in voller Höhe
Insolvenzschutz: ja — das Geld liegt bei einer eigenständigen Treuhandstelle, getrennt vom Vermögen des Bestattungshauses
Gesundheitsprüfung: keine
Wartezeit: keine
Verzinsung: ja, zum jeweiligen Satz der Treuhandstelle
Braucht: die Summe sofort
Monatliche Beiträge

Sterbegeldversicherung

Absicherung: je nach Tarif sofort oder nach Ablauf der Wartezeit
Insolvenzschutz: über den Sicherungsfonds der Versicherungswirtschaft
Gesundheitsprüfung: volle, vereinfachte oder keine — je nach Tarif
Wartezeit: bei Tarifen ohne Gesundheitsprüfung üblich
Verzinsung: im Beitrag eingerechnet
Braucht: nur den Monatsbeitrag, dafür über die Laufzeit mehr insgesamt

Häufige Fragen

So viel, wie die von Ihnen gewünschte Bestattung an Ihrem Ort kostet. Das lässt sich ausrechnen, und genau dafür gibt es den Kostenrechner auf dieser Seite: Er führt Sie durch die sechs Entscheidungen und nennt am Ende die Summe mit jedem Posten einzeln. Diese Zahl ist die Grundlage, nicht ein Pauschalbetrag aus einer Werbeanzeige.

Eine angemessene Bestattungsvorsorge gehört nach § 90 Abs. 3 SGB XII nicht zum verwertbaren Vermögen. Sie müssen sie also nicht auflösen, um Grundsicherung oder Sozialhilfe zu bekommen. Was angemessen ist, bemisst der Sozialhilfeträger an einer ortsüblichen Bestattung — ein sehr hoher Betrag kann teilweise beanstandet werden.

Bei der Treuhandeinlage wird der Betrag verzinst, was einen Teil der Steigerung auffängt; eine Differenz tragen die Angehörigen. Vereinbaren Sie stattdessen einen Vorsorgevertrag mit festen Leistungen, sind diese Leistungen unabhängig von der späteren Preisentwicklung geschuldet. Welche Variante sinnvoll ist, hängt vom Abstand zum voraussichtlichen Bedarf ab.

Die Treuhandeinlage ist nicht an ein bestimmtes Haus gebunden — sie wird an das Haus ausgezahlt, das die Bestattung tatsächlich durchführt. Innerhalb unseres Verbunds ist der Wechsel ohnehin ein Anruf. Auch außerhalb bleibt Ihr Geld Ihres.

Bei der Treuhandeinlage ja, nach den Bedingungen der Treuhandstelle. Bei einer Versicherung hängt es am Tarif — eine Kündigung in den ersten Jahren ist dort regelmäßig ein Verlustgeschäft. Das ist einer der Punkte, an denen wir im Gespräch nachdrücklich werden, bevor jemand unterschreibt.

Das gehört dazu

Der erste Schritt

Bestattungsverfügung

Eine Bestattungsverfügung hält Ihre Wünsche zur eigenen Bestattung fest — formfrei, kostenlos und jederzeit änderbar. Was hineingehört, wo sie …

Weiterlesen
Wirkt zu Lebzeiten

Vorsorgevollmacht

Ohne Vorsorgevollmacht bestellt das Betreuungsgericht eine rechtliche Betreuung — auch wenn erwachsene Kinder da sind. Was die Vollmacht regelt, …

Weiterlesen
Wirkt zu Lebzeiten

Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung bindet Ärzte nur, wenn sie die Behandlungssituationen konkret benennt. Warum „keine lebensverlängernden Maßnahmen“ nicht …

Weiterlesen
0 €

Das Festhalten Ihrer Wünsche kostet nichts — online wie im Gespräch.

Treuhand

Eine Vorsorge läuft über eine eigenständige Stelle, nie über unser Konto.

Mit Fundstelle

Hinter jeder rechtlichen Aussage steht der Paragraf, mit dem sie prüfbar ist.

Familienbetriebe

Eigenständige Häuser, viele seit Generationen — kein Franchise.

Kostenfrei und unverbindlich

Wir gehen das mit Ihnen durch — online, per Video oder bei einem Haus in Ihrer Region. Sie entscheiden, wie weit Sie gehen möchten, und Sie entscheiden es in Ihrem Tempo.

Der beste Zeitpunkt ist, solange Sie es selbst entscheiden.

Halten Sie fest, was Ihnen wichtig ist. Das kostet nichts, bindet Sie an nichts und nimmt Ihrer Familie die schwerste Entscheidung ab.